
Frisches Brot, irgendwo zwischen den Marktständen am Carlsplatz – und ich blieb wirklich stehen, obwohl gleich ein Kundencall anstand. Kein Blick aufs Handy, nur der Geruch und ein seltenes Gefühl von echtem Hiersein. Genau das verwechseln die meisten, wenn es um Channeling für Kreative geht: Sie denken, es bedeutet, den eigenen Kopf als UX-Designerin komplett abzuschalten und sich von irgendeiner Energie – Drachenenergie zum Beispiel – einfach durch den Arbeitstag tragen zu lassen. Nach meiner Rückkehr aus der Burnout-Erschöpfung in die Agentur weiß ich: Es ist fast das Gegenteil. Ohne eine stabile, eher stille Basis wird jede Art von Channeling für mich zu einer weiteren Reizquelle, die ein geschwächtes Nervensystem nicht verarbeiten kann.
Früher, vor meinem Burnout-Ausfall, hätte ich mich in so einer Drucksituation durch die dritte Tasse Kaffee und endlose Pinterest-Boards gequält, bis der Kopf raucht. Heute weiß ich: Erschöpfung ist keine gute Basis für Innovation. Hinweis: Einige der Links hier im Blog sind Affiliate-Links. Wenn du einen Kurs über diese Verweise buchst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass sich dein Preis ändert. Ich empfehle hier nur Dinge wie die 21-tägige Meditations-Reise, die ich selbst zur Rekonvaleszenz genutzt habe. Wichtig zu betonen: Ich bin Senior UX-Designerin, keine Ärztin oder Therapeutin. Bei gesundheitlichen Krisen such bitte professionelle medizinische Hilfe.
Erst die Basis, dann das Channeling
Meine tägliche Praxis von zwanzig Minuten, die ich in der 21-tägigen Meditations-Reise gelernt habe, war nie als Sprungbrett für irgendetwas Spektakuläres gedacht. Sie sollte mein Nervensystem einfach wieder lernen lassen, zwanzig Minuten still zu sitzen, ohne in den Alarmmodus zu schalten. Erst als diese Basis trug, kamen überhaupt Channeling-nahe Übungen dazu – nicht umgekehrt.
Bevor ich bei diesen Übungen landete, hatte ich es mit fertigen Journaling-Vorlagen aus dem Buchhandel versucht, um Kreativblockaden in meinen Design-Projekten aufzubrechen. Die Prompts waren generisch, fragten nach „deiner größten Angst" oder „deinem Lebenstraum", während mein eigentliches Problem viel kleinteiliger war: eine Farbentscheidung, die sich einfach nicht festlegen wollte. Irgendwann landete das Heft ungeöffnet im Regal.
Mit der Basis aus der Meditations-Reise kam irgendwann auch die Arbeit mit Drachenenergie dazu, einem Element aus einem der Channeling-nahen Kurse, in das ich mich schrittweise eingearbeitet habe. Mehr sage ich an dieser Stelle bewusst nicht dazu. Wie sich das konkret anfühlt, gehört in einen eigenen Artikel. Wichtig ist hier nur: Es kam als Ergänzung, nicht als Ersatz für die stille Praxis.
Eine zähe Nachmittagsrunde an der Rheinuferpromenade
An einem zähen Mittwochnachmittag ging ich eine Runde die Rheinuferpromenade auf Höhe Burgplatz entlang, weil das Interface für eine Finanz-App einfach nicht lebendig werden wollte. Ich blieb am Geländer stehen, schloss kurz die Augen und machte eine knappe Einstimmungsübung, wie ich sie aus einem der Kurse mitgenommen habe. Beim ersten Versuch kam nichts, nur graue Leere und die Frustration, dass sich trotz aller Übung einfach nichts einstellen wollte. Kreativität lässt sich offenbar nicht erzwingen, auch nicht auf spirituellem Weg. Erst beim zweiten Durchgang, mit dem Rhein als festem Fixpunkt vor mir, kam etwas Wärme in die Sache, und innerhalb von Minuten fielen Entscheidungen über Abstände und Hierarchien, über die ich vorher stundenlang gegrübelt hatte. Wer diese Art von Struktur erst einmal im Kleinen üben will, findet oft in einer geführten Meditation nach dem Burnout den nötigen Halt, bevor überhaupt an Channeling zu denken ist.
Was ohne die Erdung passiert
Rieke, eine Bekannte aus der ambulanten Nachversorgungsgruppe, hat mir gezeigt, wie es ohne diese Reihenfolge laufen kann. Sie wollte direkt bei Channeling einsteigen und hatte ihre tägliche Sitzpraxis dafür zwischenzeitlich komplett ausgesetzt. Es ging eine Weile gut, bis ihr System kippte – sie musste die Praxis später ganz neu, von null, wieder aufbauen.
Ohne die Erdung ist Channeling für ein Nervensystem, das gerade erst aus einem Burnout kommt, schlicht zu viel Reiz auf einmal – ähnlich wie ein klassischer Brainstorming-Marathon, nur eine Spur subtiler in der Überforderung. Die Basis entscheidet, ob aus der Übung Klarheit oder zusätzlicher Druck wird.
Wie viel Mut verträgt eine konservative Stakeholder-Runde?
Bei einer wichtigen Präsentation für einen Kunden aus dem Finanzsektor, bekannt für seine konservative Haltung, hatte ich ein Farbkonzept vorbereitet, das deutlich mutiger war als alles, was wir bisher für diesen Kunden produziert hatten: ein tiefes, fast glühendes Orange an strategischen Interaktionspunkten, kombiniert mit einem sehr dunklen Anthrazit. Kurz vor dem Termin fragte ich mich, ob mein Creative Director denken würde, ich hätte den Verstand verloren, wenn ich ihm erzählte, woher diese Sicherheit eigentlich kam. Natürlich erzähle ich es so nicht – ich nutze die Sprache der UX-Psychologie und der Conversion-Optimierung, um die Entscheidung zu begründen.
Geblieben ist trotzdem die Ruhe, mit der ich bei kritischen Rückfragen nicht sofort klein beigegeben habe. Diese Form von innerem Rückhalt – man kann es unter Energetischer Schutz im Großraumbüro nachlesen – kommt bei mir nicht aus der Technik selbst, sondern aus der Erdung, die ich davor übe. Der Kunde war überrascht, aber fasziniert. Er sagte, das fühle sich zum ersten Mal nach einer Identität an, nicht nur nach einer Funktion.
Erdung ist kein Nebenprojekt
Für alle, die wie ich aus einer akuten Erschöpfungsphase kommen, bleibt Erdung kein Nebenprojekt neben der eigentlichen Praxis, sondern deren Fundament. Ohne das, was ich in der 21-tägigen Meditations-Reise gelernt habe, würde mich die Intensität von Channeling-nahen Übungen wahrscheinlich wieder ausbrennen. Der Test, den ich an mir selbst anwende, ist simpel: Fühle ich mich nach einer Sitzung aufgeladen, aber trotzdem mit beiden Füßen im Raum – oder nur aufgeregt und ein bisschen zu leicht? Nur im ersten Fall mache ich weiter.
Wenn ich merke, dass ich zu sehr in die geistigen Sphären abhebe, ziehe ich die Schuhe aus und spüre den Boden unter den Füßen, ganz ohne Technik. Meine tägliche Praxis soll kein weiterer Punkt auf der To-do-Liste werden, sondern ein Angebot an mich selbst. Diese Unterscheidung ist überlebenswichtig, wenn man lernt, inneren Frieden durch die Meditationsreise auch im Berufsalltag zu bewahren.
Channeling als Werkzeug, nicht als Fluchtweg
Ich sehe meine spirituelle Praxis heute als Teil meiner Professionalität, nicht als Flucht aus der Realität. Wenn ich mich mit Drachenenergie beschäftige, geht es mir nicht um Hexerei, sondern darum, den Filter aus Angst und Selbstzweifel für einen Moment beiseitezuschieben – gerade in Momenten, in denen der innere Kritiker in Präsentationen am lautesten ist.
Es ist ein Werkzeug, genau wie Figma oder Adobe Creative Cloud, nur dass dieses Werkzeug nicht auf meinem Rechner installiert ist, sondern im eigenen Bewusstsein. Wer nach der stillen Basis tiefer in diese Richtung gehen will, findet im ELBEN Online Kurs eine strukturierte Fortsetzung – aber eben erst danach, nicht als Einstieg.
Maja, meine ehemalige WG-Mitbewohnerin aus dem Studium, hat mir letzthin geschrieben, dass sie gerade wieder eine neue Schlaf-App ausprobiert, weil sie schon lange unregelmäßig schläft. Ich musste schmunzeln: Sie sucht die Lösung im nächsten Tool, ich habe gelernt, dass die Lösung eher in der Reihenfolge liegt, mit der man die Tools überhaupt einsetzt. Das Display meines Handys leuchtet kurz auf und erlischt wieder, als ich den Timer für morgen stumm stelle. Wer selbst merkt, dass die eigene Kreativität unter dem Druck leidet, findet im Thema Drachenenergie vielleicht einen Impuls – aber erst, wenn die stille Basis schon trägt. Ich packe das Notizbuch weg und lasse die letzten Minuten des Abends einfach so, wie sie sind.